Sollen Fette und Öle von dem Abwasser getrennt werden, kommen sogenannte Fettabscheider zum Einsatz. Gerade im Bereich der Gastronomie, der Gemeinschaftsverpflegung oder der Hotellerie muss das Abwasser, welches regelmäßig mit Fetten und Ölen versetzt ist, genauer getrennt werden. Dabei kommen diese Geräte zum Einsatz, bevor das Abwasser in die eigentliche Kanalisation fließt. Sie tragen damit einen wesentlichen Beitrag zur Reinigung des Abwassers bei. Aus diesem Grund gilt es sich mit ihnen näher zu befassen.

Reines Wasser

Wie funktionieren sie?


Die Funktion von solchen Geräten beruht in erster Linie auf gewissen physikalischen Prinzipien. So funktioniert ein Fettabscheider vor allem auf der Grundlage des Schwerkraftprinzips. Allgemein sinken schwere Stoffe mit einer entsprechenden hohen Dichte im Wasser ab. Demgegenüber steigen Stoffe mit einer geringeren Dichte nach oben und damit an die Wasseroberfläche. Zwischen diesen beiden Lagen befindet sich am Ende das übrige Abwasser. Größere Abfälle und Speisereste sind größere Stoffe mit einer höheren Dichte. Demzufolge sinken sie im Abwasser ab. Öle und Fette sind dagegen Stoffe mit einer geringeren Dichte. Aus diesem Grund steigen sie im Abwasser nach oben und befinden sich an der Wasseroberfläche. Zusammengefasst führt dieser Unterschied in der Dichte von den Stoffen daher zu einer Phasentrennung. Aus diesem Grund kann man sich einen Fettabscheider als einen großen Tank vorstellen. Das dreckige Abwasser gelangt in diesen Tank hinein und die schweren Stoffe sinken mit ihrer höheren Dichte auf den Boden. Gleichzeitig steigen Öle und Fette in dem Abscheider nach oben. Anschließend werden sie in der Regel in einem zentralen Fettspeicher aufgesammelt. Dieser Vorgang ist notwendig, damit diese Stoffe in der Kanalisation nicht verklumpen und hier durch erhebliche Schäden an der Kanalisation anrichten. Hierdurch werden auch Schäden an den Klärwerken verhindert.

Wo und wie kommen sie zum Einsatz?


Wie bereits beschrieben kommen solche Geräte vor allem im Bereich der Gastronomie, wie beispielsweise Hotels, Kantinen, Restaurants oder Imbissen zum Einsatz. Man unterscheidet dabei solche Geräte, die in die Erde eingebaut werden und solche Geräte, welche außerhalb von den Gebäuden eingebaut werden. Dabei ist noch zu beachten, dass solche Geräte, die außerhalb von dem eigentlichen Gebäude aufgestellt werden, zwingend in frostfreien Räumen aufgebaut werden müssen. Auch muss beachtet werden, dass ein Aufstellen von solchen Geräten in Räumen, in welchen die Zubereitung von verschiedenen Speisen erfolgt, aus hygienischen Gründen vom Gesundheitsamt nicht zugelassen ist. Auch müssen solche Geräte in der Regel fest installiert sein. So sind mobile Geräte in der Regel nur bei sogenannten fliegenden Bauten zugelassen. Hiervon umfasst sind unter anderem Verkaufsstände, wie zum Beispiel auf Festen. Schließlich gilt es ebenfalls noch zu beachten, dass der Einbau eines solchen Gerätes genehmigungspflichtig ist. Aus diesem Grund muss man sich vorher mit der entsprechenden Behörde in Verbindung setzen.